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Wir kletterten die Wendeltreppe aufwärts, langsam immer höher und nach etwa fünf beschwerlichen Minuten waren wir an unserem Ziel angelangt.
Wir standen auf einer hölzernen Plattform, deren Konstruktion zwar nicht wirklich besonders Vertrauen erweckend auf mich wirkte, aber uns einen sensationellen Ausblick über unser Städtchen gewährte.
Das Tal erstreckte sich soweit das Auge reichte, die Wälder spiegelten die volle Farbenpracht des Sommers wider.
Unglaubliche Grüntöne ringsumher und mitten darinnen eingebettet lag unsere Stadt, mit den wunderschönen alten Häusern und Gässchen.
Den modernen Neubauten, dem hübschen Spielplatz, dem Einkaufszentrum.
Einigen kleinen Greißlerläden, in denen man noch mit dem Namen begrüßt und einem noch hin und wieder eine Süßigkeit zugesteckt wurde.
Dem neu gestalteten Hauptplatz, in dessen Mitte eine Statue von einem ganz berühmten Mann stand, dem Gründervater unserer Stadt der irgendwie Ferdinand soundso … hieß.
Staunend und mit offenen Mündern starrten Liane und ich regungslos über das ganze wunderschöne Tal.
Glitzernde Sonnenstrahlen kitzelten uns in der Nase und Liane musste niesen:
“Haaaaaaaaaaatschi”
“Schreck’ mich doch nicht so”, protestierte ich lautstark, musste aber lachen.
“Mann, der Ausblick ist ja irre hier”, Liane war genauso entzückt wie ich.
“So und nun zeig’ mir deine Masha”, ich musste lachen, ich konnte mit Lianes Hirngespinsten wirklich nichts anfangen.
“Ich denke, wir müssen warten, bis der Regenbogen kommt” sagte Liane geheimnisvoll.
